Spike
Rüde, 54cm, geb. Sep. 2007
Spike und seine Geschwister Wendy und Max kommen aus schlechter Haltung. Irgendwie
hat unsere Nachbarin Maria von ihnen erfahren. Man wollte sie mit zwei Monaten töten (wer weiß, wie...),
deswegen hat sie die Kleinen abgeholt und nach Hause mitgenommen. Jetzt warten
sie in diesem kleinen Tierheim ganz in der Nähe von uns...
Spike ist ein sehr scheuer und ängstlicher Welpe, der leider auf
sich selbst pinkelt, wenn er fremde Leute sieht. Der Arme bleibt ganz still,
wenn man ihn streichelt. Spike reagiert aber ohne Agressivität: Er zeigt
keine Zähne und knurrt auch nicht, deswegen glauben wir, man kann ihm noch
viel beibringen. Spike versteht sich sehr gut mit den anderen Hunden
sowie mit Katzen. Es eilt jetzt, dass er seine ganz lieben, geduldigen und
aufmerksamen Menschen findet.
Januar 2008: Er ist noch sehr scheu und ängstlich. Wenn wir spazierengehen, wird er
nervös und hat Schwierigkeiten, zu laufen. Das Geschirr macht
ihm noch ein bisschen Angst, aber er lässt es sich anziehen. Wenn er mit
Max zusammen spazierengeht, dann hat er mehr vertrauen (er fühlt sich
sicherer) und dann wird er entspannter und läuft an der Leine.
Februar 2010 - Spike wartet seit Dezember 2007 bei Maria!
Wir haben Spike endlich wieder besucht. Obwohl wir so nahe bei ihm wohnen, haben wir diesen Besuch immer
wieder verschoben, denn immer gab es etwas mit mehr Priorität zu tun. Es tut uns leid, zu sehen, was für
ein Leben er führt: durch die Gittertür schauen, fressen, Kaka und Pipi machen, schlafen und ein
bisschen die wenigen Passanten anbellen. Nie gibt es einen Spaziergang, nie etwas Neues oder Lustiges ...
Wo er wohnt, ist er in Sicherheit, das ist klar ... und schon viel!!! Aber er ist doch so jung ...
Wir waren sehr positiv von Spike überrascht: Trotz dieser Abgeschiedenheit ist er immer noch neugierig und er
wollte an der Leine rausgehen!!! Ich war so froh, zu sehen, dass er noch psychisch gesund ist! Voller Illusionen
haben wir einige neue Fotos gemacht. Vielleicht, wenn wir mehr Werbung machen, geschieht ein Wunder und jemand
denkt an ihn?
Der hübsche Spike ist noch ein unsicherer Junge, er hat Angst vor den Menschen, aber man merkt, dass er
auch sehr neugierig ist. Nach einer kleinen Weile kapiert er, dass man ihn streicheln möchte, und er
lässt sich das in Ruhe gefallen. Ich war so froh und glücklich für ihn. Spike ist vielleicht ein
bisschen abhängiger als sein Bruder Max. Er ist abhängig von seinem Pfleger und von seinem Bruder.
Und wir fanden es ein bisschen traurig, aber auch ganz süß, wie er mit seinen entzückenden Augen
immer wieder zu seinem Pfleger geschaut hat. Er hat immer wieder mit fragenden Augen in Edus Augen (der Pfleger) geblickt, als ob er die Erlaubnis, sich zu bewegen, erbitten wollte.
Spike ist katzenverträglich, er könnte problemlos in einer Familie mit Katzen leben.
Spike ist ein gesunder Hund, er wurde kastriert und alles, was er nun braucht, ist eine Familie.
Wir denken, wer Spike adoptiert, muss Hundeerfahrung haben. Wenn es ein paar Hunde in der Familie gäbe,
wäre das optimal für ihn. Wir sehen ihn nicht inmitten einer Großstadt, sondern lieber in einem
ruhigeren Ort. Wer Spike adoptiert, muss Geduld, Zeit und Verständnis haben.
Wir denken, die Unsicherheit von Spike könnte in Zukunft viel besser werden und vielleicht sogar komplett
verschwinden. Wenn er sich nur geliebt und begleitet fühlt, dann wird er endlich ein toller Hund.